Zentrum für Lehrerbildung der Universität Leipzig, Prager Str. 38-40, 04317 Leipzig | 01.09.2026 | Sachsen
In der Ganztages-Fortbildung „(Berufs)biografische Einflüsse auf mein Handeln als Ausbilder:“ reflektieren die Teilnehmer über verschiedene Übungen und in diversen Settings ihre eigene (Berufs)Biografie. Die theoretische Rahmung für die Übungsreihe bildet das Lehrerhabituskonzept von Helsper (2018), der darlegt, dass bereits im Schülerhabitus der „Schattenriss“ des späteren Lehrerhabitus angelegt ist.
Die Fortbildung startet mit einer Einführung in die zentralen Konzepte und Fallbeispiele, die die Befassung mit der eigenen Biografie begründen. Beginnend bei den Bildungsorientierungen der eigenen Herkunftsfamilie und dem (Ablöse)Prozess als Jugendlicher und junger Erwachsener werden Selbstreflexionen durchgeführt und im Austausch vertieft. Selbst verfasste Texte zur Schulzeit bilden die Grundlage dafür herauszufinden, welcher Schülerhabitus herausgebildet wurde. Da diese habituellen Dispositionen nicht sofort reflexiv zugänglich sind, findet eine Einführung in die Methode der Habitus-Analyse (Košinár, 2026) am Fremdfall statt, die dann im Anschluss in 2er-Teams am eigenen Material durchgeführt wird. Die biografische Reise geht weiter zu den eigenen Ausbildungserfahrungen und ihren nachhaltigen Einflüssen auf das eigene Handeln als Ausbilder. Hier geht es um eigene Rollenbilder und den Umgang mit den verschiedenen Adressierungen durch die unterschiedlichen Referendare (LiA). Die Erkundung von wahrgenommenen (Nicht-)Passungsverhältnissen dient dazu, das eigene Selbstbild als Ausbilder noch weiter zu schärfen.
Die Ganztagsveranstaltung richtet sich an HAL, welche bisher keine oder wenige Kenntnisse und Erfahrungen zu dem Thema „(Berufs) Biografische Einflüsse“ in ihrer Tätigkeit als Lehrkraft und Ausbilder gemacht haben. Es sind alle eingeladen, die sich freiwillig entscheiden, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Anmeldungen ausschließlich über https://t1p.de/dyaeu
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.